Einleitung
Verkauf einer GmbH statt Liquidation – einfach erklärt
Viele Unternehmer stehen irgendwann vor der Frage was mit ihrer GmbH geschehen soll wenn sie das Unternehmen nicht mehr selbst führen möchten. In diesem Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Lösung ist der Verkauf der GmbH statt ihrer Liquidation.
Beim Verkauf einer GmbH statt der Liquidation ändert sich die Eigentümerstruktur, während die GmbH selbst fortbesteht. Das Unternehmen wird nicht aufgelöst stattdessen werden die Gesellschafteranteile auf einen neuen Gesellschafter übertragen.
Die Liquidation verläuft anders. Dabei wird die GmbH aufgelöst, ihre verbleibenden Angelegenheiten werden abgewickelt und das Unternehmen wird schließlich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen aufgelöst.
Was bedeutet der Verkauf einer GmbH statt der Liquidation?
Beim Verkauf einer GmbH statt der Liquidation übertragen die bestehenden Gesellschafter ihre GmbH-Gesellschafteranteile auf einen neuen Eigentümer.
Die GmbH bleibt die gleiche juristische Person. Nur die Eigentümerstruktur ändert sich. Bestehende Verträge Verpflichtungen und die Unternehmensstruktur bleiben in der Regel bei der GmbH bestehen.
Im Gegensatz dazu bedeutet Liquidation die Auflösung des Unternehmens. Die GmbH wird aufgelöst, bestehende Verbindlichkeiten werden beglichen und das verbleibende Vermögen im Rahmen des Liquidationsverfahrens abgewickelt.
Der Unterschied zwischen Verkauf und Liquidation einer GmbH
Der Hauptunterschied liegt darin was nach der Entscheidung mit dem Unternehmen geschieht.
Verkauf einer GmbH
Beim Verkauf einer GmbH gilt Folgendes:
Das Unternehmen besteht fort.
Die Gesellschafter wechseln.
Die Unternehmensstruktur bleibt bestehen.
Die GmbH-Anteile werden auf einen neuen Gesellschafter übertragen.
In Deutschland bedarf die Übertragung von GmbH-Anteilen der notariellen Beurkundung.
Liquidation einer GmbH
Im Rahmen der Liquidation gilt Folgendes
Die GmbH wird aufgelöst.
Ausstehende Angelegenheiten werden beglichen. Vermögen und Verbindlichkeiten werden gemäß dem Liquidationsverfahren abgewickelt.
Das Unternehmen wird nach Abschluss des Verfahrens aufgelöst.
Die Liquidation ist daher keine Fortführung des Geschäftsbetriebs, sondern ein formelles Verfahren zur Auflösung des Unternehmens.
Warum entscheiden sich manche Inhaber für den Verkauf ihrer GmbH anstatt für die Liquidation?
Eine GmbH kann auch dann noch Wert haben, wenn der jetzige Inhaber sie nicht mehr betreiben möchte.
Der Verkauf der GmbH ermöglicht die Fortführung des Unternehmens unter neuer Führung. Ein neuer Gesellschafter kann die GmbH übernehmen und über die zukünftige Entwicklung entscheiden.
Mögliche Gründe für einen Verkauf sind:
Der Gesellschafter möchte aus dem Unternehmen ausscheiden.
Es wird ein Nachfolger gesucht.
Die Unternehmensstruktur soll erhalten bleiben.
Bestehende Geschäftsvereinbarungen sollen unter neuer Führung fortgeführt werden.
Ob ein Verkauf die richtige Entscheidung ist hängt jedoch von der individuellen Situation der GmbH ab.
Voraussetzungen für den Verkauf einer GmbH
Vor dem Verkauf einer GmbH sind verschiedene rechtliche und praktische Aspekte zu beachten.
Die Übertragung von GmbH-Anteilen kann in der Regel nicht durch eine einfache private Vereinbarung erfolgen. Nach deutschem Recht ist für die Übertragung von GmbH-Anteilen eine notarielle Beurkundung erforderlich.
Die Parteien sollten zudem wichtige Bereiche prüfen darunter
Satzung
Finanzielle Situation
Bestehende Verträge
Verbindlichkeiten
Steuerliche Angelegenheiten
Eine sorgfältige Prüfung hilft, mögliche Probleme vor Abschluss der Transaktion zu erkennen.
Vorgehensweise: Verkauf einer GmbH statt Liquidation
Der Verkauf einer GmbH umfasst in der Regel mehrere Schritte.
Unternehmensprüfung
Zunächst wird die aktuelle Situation der GmbH geprüft. Wichtige Unternehmensdokumente werden eingesehen um die Lage des Unternehmens zu verstehen.
Dazu gehören beispielsweise
Jahresabschlüsse
Verträge
Finanzielle Verpflichtungen
Gesellschaftsdokumente
Diese Prüfung hilft dem Käufer, das zu übernehmende Unternehmen zu verstehen.
Käufersuche
Sollte ein Verkauf geplant sein, muss ein geeigneter Käufer gefunden werden.
Der Käufer prüft üblicherweise die finanzielle und rechtliche Situation des Unternehmens, bevor er über den Kauf entscheidet.
Unterzeichnung des Kaufvertrags
Nachdem beide Parteien eine Einigung erzielt haben, wird der Verkauf in einem Kaufvertrag dokumentiert.
Die Übertragung der GmbH-Anteile erfolgt durch einen notariell beglaubigten Vertrag.
Nach der Übertragung wird der neue Gesellschafter Eigentümer der Unternehmensanteile.
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Fazit
Der Verkauf einer GmbH statt ihrer Liquidation kann eine Alternative sein wenn das Unternehmen unter neuer Eigentümerschaft weiterbestehen soll. Anders als bei einer Liquidation wird das Unternehmen nicht aufgelöst; lediglich die Eigentümerstruktur ändert sich.
Die Entscheidung zwischen Verkauf und Liquidation hängt von den individuellen Gegebenheiten der GmbH ab. Eine sorgfältige Prüfung der rechtlichen finanziellen und wirtschaftlichen Situation ist unerlässlich, um die richtige Option zu wählen.







